Das Vetsera-Archiv [ Diese Seite drucken ]
(Stand: April 2007)

   
Das Vetsera-Archiv verfolgt das Ziel, Texte, Dokumente und Objekte aus dem Nachlass der Mitglieder der Familie Vetsera zu sammeln, zu ordnen und zu erschließen. Die Ergebnisse sollen im Mayerling-Museum durch Ausstellungen und Kataloge, vom Archiv durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, Lese- und Studienausgaben und mancherlei Verzeichnisse in verschiedenen Schriftenreihen sowie einer Publikation zum "Kronprinz Rudolf Jahr 2008" der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Sammlungen stehen jedem wissenschaftlich Arbeitenden im Rahmen der üblichen Archivbestimmungen in den Räumen des Mayerling-Archivs nach Abstimmung zur Einsicht offen. Den allgemeinen Zugang und die mögliche Auswertung der Materialien regelt die Benutzungsordnung.

Die Vorgeschichte
Über viele Jahre hinweg wurden die nachgelassenen Gegenstände der Familien Vetsera und Baltazzi in Salzburg bzw. in Wien verwahrt. Die letzte Trägerin des Familiennamens, Ferdinande Baronin Vetsera (gest. 24.05.1990), und ihre Schwester, Eleonore Gräfin Hoyos (gest. 18.05.1991), betrauten bereits in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts den Wiener Hermann Schwanzer, genannt Swistun mit der Nachlasspflege und übertrugen ihm in Folge einen großen Teil des schriftlichen Nachlasses und der vererbten Familienobjekte. Das Archiv wurde fortan in Wien gebündelt und ausgewertet.

Der frühere Archivar
Hermann Swistun-Schwanzer veröffentlichte 1980 gemeinsam mit Heinrich Baltazzi-Scharschmid das Buch "Die Familie Baltazzi-Vetsera im kaiserlichen Wien", editierte 1982 zusammen mit Margot Judtmann die Neuauflage des Buches "Mayerling ohne Mythos" und verfasst im gleichen Jahr das Buch "Mary Vetsera - Gefährtin für den Tod", das 1999 kurz nach seinem Tod in zweiter, überarbeiteter Auflage auf den Markt kam. Am 26. Juni 1999 verstarb der Schriftsteller, Sammler und langjährige Archivar der Familie Vetsera in Wien. Nach seinem Tod stellt sich die Frage, was aus dem umfangreichen Familienarchiv wurde? Selbst Freunde des Verstorbenen und die Angehörigen der Familien Vetsera und Baltazzi wissen nicht um den Verbleib des Materials.

Der Verlust
Einige Objekte des Familienarchivs wurden bereits vor dem Tod von Hermann Swistun-Schwanzer in Auktionen wie z.B. im Palais Dorotheum Wien angeboten, andere an Privatpersonen verkauft oder verschenkt. Der große Rest darf nach heutigem Kenntnisstand als verloren angesehen werden, denn Familienpapiere aus den Häusern Vetsera und Baltazzi sind äußerst selten und kommen fast nie in den Handel. Viele handschriftliche Hinterlassenschaften z.B. von Marie Alexandrine von Vetsera wurden vernichtet. Die wenigen Erhaltenen, die zum Glück nicht dem Familienarchiv Vetsera-Baltazzi eingegliedert waren, befinden sich heute in Wiener Privatbesitz bzw. im Mayerling-Archiv.

Die Suche
Zu den weiterhin gesuchten Nachlassgegenständen werden Briefe, Bilder und Objekte aus dem Besitz der Familien, insbesondere folgender Personen gezählt:

· Marie Alexandrine "Mary" Freiin von Vetsera 1871-1889
· Johanna "Hanna" Gräfin von Bylandt-Rheyd, geborene Freiin von Vetsera 1868-1901
· Helene Baronin von Vetsera, geborene Baltazzi 1847-1925
· Albin Baron von Vetsera 1825-1887
· Ladislaus "Lazi" von Vetsera 1865-1881
· Franz Albin "Feri" von Vetsera 1872-1915
· Alexander von Baltazzi 1850-1915
· Aristide von Baltazzi 1853-1914
· Hector von Baltazzi 1851-1916
· Heinrich "Henry" von Baltazzi 1858-1929

Bitte besuchen Sie auch online das neue Familienarchiv Vetsera-Baltazzi - hier!

http://www.mayerling.info am